So funktioniert MIPS

Das MIPS Brain Protection System (BPS) wurde für zusätzlichen Schutz gegen die im Falle eines Sturzes auf das Gehirn übertragene Rotationsbewegung entwickelt. Sie kann leichtere und schwere Hirnverletzungen zur Folge haben. Bei Integration in einen Helm kann das MIPS BPS diese Rotationsbewegungen reduzieren, indem das System die wirkenden Kräfte abschwächt. Es handelt sich dabei um eine reibungsarme Schale, die ein Gleiten von 10 bis 15 mm des Kopfes innerhalb des Helms in alle Richtungen zulässt und die Rotationsbewegungen verringert. Das MIPS BPS sorgt so für zusätzlichen Schutz in Ihrem Helm.

Belastung des Gehirns

Rotationsbewegung aus einem schrägen Aufprall kann Belastungen des Gehirns verursachen, die wiederum zu Zerrungen des Hirngewebes führen können. Die Abbildung beruht auf Daten, die durch Sensoren im Kopf des Crashtest-Dummys erfasst wurden. Der mit einem Helm ausgestattete Dummy-Kopf wurde auf einem Prüfstand des MIPS-Labors in Schweden einem schrägen Aufprall ausgesetzt.

Die Abbildung zeigt die Belastung des Gehirns durch einen schrägen Aufprall, wenn sich auf dem Dummy-Kopf dieselbe Art Helm befindet – mit und ohne MIPS BPS.

Realitätsgetreuer Test

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Statistiken belegen, dass viele Hirnverletzungen durch einen schrägen Aufprall des Kopfes entstehen. Bei normalen Helmtests wird der Helm jedoch senkrecht auf eine ebene Fläche fallen gelassen, dies entspricht aber selten der Realität.

Der MIPS-Prüfstand wurde für einen schrägen Aufprall entwickelt, um die Kräfte, die bei einem Sturz auf den Kopf wirken, bestmöglich zu simulieren.

Wissenschaftlich erwiesen

Je nachdem, welche Art von Helm getestet wird, wird der Helm aus einer Höhe von 2,2 bis 3,1 Metern auf eine mit Schleifpapier überzogene Aufprallfläche mit einem Winkel von 45 Grad fallen gelassen. Die Tests erfolgen mit drei verschiedenen Aufprallpunkten. Es werden sämtliche Helme in allen Größen getestet.

Dasselbe Helmmodell wird mit und ohne MIPS BPS verglichen. So wird sichergestellt, dass der Helm die Kriterien zur Belastungsreduktion, die seitens MIPS für alle geprüften Helme gelten, erfüllt.

Mithilfe von neun Beschleunigungssensoren werden im Kopf eines Hybrid-III-Dummys für Crashtests Daten erfasst und mit einem Rechenmodell, dem sogennanten Finite Element Model, am Computer analysiert. Dasselbe Helmmodell wird mit und ohne MIPS BPS verglichen, um sicherzustellen, dass der Helm die Kriterien zur Belastungsreduktion, die seitens MIPS für alle geprüften Helme gelten, erfüllt.

Im globalen Testzentrum in Stockholm, Schweden, wurden über 27.000 Tests durchgeführt. Zudem erfolgten etliche externe Tests, die den von MIPS beanspruchten Sicherheitsgrad bestätigt haben, darunter beispielsweise:

Auch bei der Bewertung von Helmen an der US-amerikanischen Universität Virginia Tech erzielten MIPS-Helme Spitzenergebnisse. Die ersten 13 Helme auf der Rangliste waren mit MIPS BPS ausgestattet und erhielten Bestnoten für die Sicherheit.

20 Jahre
Forschung

Der schwedische Neurochirurg und emeritierte Hochschulprofessor Hans von Holst hat sich der Erforschung von Hirnverletzungen verschrieben. Im Zuge seiner Forschungen stellte er fest, dass der Schutz vor Hirnverletzungen zu wünschen übrig ließ. 1996 begann er, den Zusammenhang zwischen Hirnverletzungen und Helmkonstruktionen zu erforschen.

Zusammen mit Peter Halldin, einem Wissenschaftler an der schwedischen Königlich-Technischen Hochschule, wurde eine bahnbrechende Technologie für die Konstruktion und Herstellung von Helmen entwickelt, die den Schutz des Gehirns maßgeblich verbessern würde.

Heute, nach über 20 Jahren Forschung und Entwicklung, arbeitet MIPS mit mehr als 78 Helmmarken aus aller Welt zusammen. Bisher wurden über 9,2 Millionen MIPS BPS hergestellt.

1995

Gründung des Projekts durch Hans von Holst vom Karolinska Institut und Peter Halldin von der Königlich-Technischen Hochschule.

1998

Das erste patent wird registriert.

2000

Der erste Prototyp eines mit MIPS BPS ausgestatteten Helms wird an der Universität Birmingham getestet.

2001

Die MIPS AB wird durch fünf Experten auf dem Gebiet der Neurowissenschaften gegründet. Es werden Strategien zur kommerziellen Vermarktung erarbeitet.

2005

Der erste Reithelm wird geplant.

2007

Der erste Reithelm mit MIPS BPS, EQ1, kommt auf den Markt. Ausgestattet mit der reibungsarmen Schale MIPS BPS 1.0 für Hartschalenhelme.

2009

Das Geschäftsmodell wird in eine Ingredient-Marke geändert mit dem Ziel, MIPS BPS für alle Marken anzubieten und keinen eigenen Helm zu entwickeln. Neue Markenplattform erstellt und ersten Kundenvertrag abgeschlossen.

2010

Technologischer Durchbruch mit MIPS BPS 2.0 für In-Mold-Helme. Helm für Rad- und Wintersport wird produziert.

2011

Allmählich stellt sich kommerzieller Erfolg ein. Das Thema Rotationskräfte gewinnt an Aktualität.

Gesamtanzahl Marken: 4
Gesamtanzahl Helme: 15

2012

Das Auftreten von Gehirnerschütterungen beim Mannschaftssport wird zum heiß diskutierten Thema. Das Magazin Popular Science berichtet in einem Artikel über MIPS.

Gesamtanzahl Marken: 8
Gesamtanzahl Helme: 23

2013

Die Erkenntnis setzt sich durch, wie wichtig die Abmilderung von Rotationskräften ist. MIPS erschließt das Motorradsegment.

Gesamtanzahl Marken: 8
Gesamtanzahl Helme: 30

2014

Kommerzieller Durchbruch. Der weltweit größte Helmhersteller schließt einen Vertrag mit MIPS.

Gesamtanzahl Marken: 15
Gesamtanzahl Helme: 66

2015

Meilenstein der MIPS-Geschichte mit über 1.000.000 an insgesamt 28 Marken verkauften Schalen.

Gesamtanzahl Marken: 28
Gesamtanzahl Helme: 121

2016

MIPS BPS wird in den ersten Straßenmotorradhelm integriert. Gesamtabsatz wächst weiter dank neuer Kunden und einer verstärkten Integration in die Produktlinien bestehender Markenpartner.

Gesamtanzahl Marken: 48
Gesamtanzahl Helme: 212

2017

Das am schnellsten wachsende Segment von MIPS sind Motorradhelme für den Straßen- und Offroadeinsatz. MIPS wird an der Nasdaq Stockholm notiert und gewinnt über 3.000 Aktionäre. Bis einschließlich 2017 hat das Unternehmen über 5,4 Millionen MIPS BPS-Einheiten verkauft.

Gesamtanzahl Marken: 60
Gesamtanzahl Helme: 302

2019

Die Erfinder von MIPS werden mit dem prestigeträchtigen Polhem-Preis, Schwedens ältestem und renommiertestem Technikpreis, ausgezeichnet.

Gesamtanzahl Marken: 103
Gesamtanzahl Helme: 578

Leicht und vollständig integriert

Im Inneren des Helms können Sie die reibungsarme MIPS BPS-Schale meist unter dem Innenpolster erkennen. Sie ist in der Regel gelb und mit dem MIPS-Logo gekennzeichnet. Die reibungsarme Schale wird jeweils speziell für den betreffenden Helm entwickelt und kann daher je nach Helm unterschiedlich ausfallen – sie bietet aber immer die gleiche Sicherheit und dieselbe Funktionsweise.

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Die Wissenschaft und
die Innovationen hinter
dem MIPS BPS

Die Wissenschaft und
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