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  — Funktion des MIPS BPS

Funktion des MIPS BSP

Aus wissenschaftlichen Forschungen wissen wir, dass das Gehirn auf Rotation besonders empfindlich reagiert. Bei einem Aufprall reduziert die Helmtechnologie MIPS BPS die Rotationsenergie, die auf den Schädel und das Gehirn übertragen wird, indem sie ein zum Kopf versetztes Gleiten des Helms besser zulässt.

 

Sie haben sicher schon festgestellt, dass selbst ein fest sitzender Helm auf Ihrem Kopf einen gewissen Bewegungsspielraum hat; warum also MIPS BPS?

 

Es ist alles eine Frage der Energie. Bei einem Sturz erfolgt der Aufprall in der Regel schräg. Beim Aufprall entstehen enorme Kräfte zwischen Schädel und Helm (diese Kräfte entsprechen etwa dem Gewicht von 14 Menschen, die plötzlich auf Ihrem Helm stehen). Unter einem solchen Druck hat ein Helm nicht mehr viel Bewegungsspielraum. Ist er allerdings mit einer reibungsarmen MIPS-Schale ausgestattet, kann sich der Helm drehen, somit Energie abgeben und das Risiko einer schweren Verletzung verringern.

 

Umleitung von Energie

Bei einem rein linearen Aufprall reduziert der MIPS BPS-Helm Energie so gut wie ein Helm ohne MIPS BPS. Bei einem schrägen Aufprall allerdings reduziert der MIPS BPS-Helm die gefährliche Rotationsenergie, die sonst auf das Gehirn übertragen würde.

 

Die Verringerung der Rotationsenergie erfolgt teilweise durch die Umleitung der Energie von Rotations- in Translationsenergie. Das kann man sich wie bei einem Sturz auf Eis vorstellen: Der Helm und der Kopf gleiten dann einfach in der ursprünglichen Richtung weiter. Bei einem Sturz auf Asphalt hingegen bremst der Helm abrupt ab und kreiselt.

 

Durch das versetzte Gleiten zwischen Helm und Kopf wird zudem der EPS-Schaum vermehrt aktiviert, was sich ebenfalls positiv auswirken kann.

Geprüft im Testlabor

Möchte ein Markenhersteller einen mit MIPS BPS ausgestatteten Helm auf den Markt bringen, muss dieser Helm zunächst zur Zulassung in unserem Testlabor in Schweden eingereicht werden, wo wir Versionen mit MIPS BPS und ohne MIPS BPS desselben Helms vergleichen.

 

In unserem Testverfahren werden Hochgeschwindigkeitsfilme und die gemessenen Beschleunigungssignale des Testkopfes verglichen. Bei der Analyse des Films sehen wir, dass die reibungsarme MIPS-Schale eine relative Bewegung von 10 bis 15 mm zwischen Kopf und Helm zulässt. Dann vergleichen wir die Beschleunigungssignale der beiden Versionen, um zu vermerken, dass der mit MIPS BPS ausgestattete Helm die Kopfrotation maßgeblich reduziert.

 

Der Unterschied zwischen einem Helm mit und ohne MIPS BPS besteht darin, dass MIPS BPS eine zum Kopf relative Rotation des Helms von 10 bis 15 mm zulässt. Hierdurch kann die Rotationsenergie reduziert werden, die sonst auf das Gehirn übertragen würde.

 

Über 31.000 Tests in unserem Labor belegen, dass MIPS BPS im Vergleich zu einem Helm ohne MIPS BPS immer zusätzlichen Schutz bietet.